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Intern
    Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde

    Isabella Kölz M.A.

    Isabella Kölz M.A.

    Beschäftigte im wissenschaftlichen Dienst

    Sprechstunde:  Sprechstunden nach Terminvereinbarung. Bis auf Weiteres jedoch nur per Telefon oder Videokonferenz.

    Raum: 00.007
    Telefon: +49 931 31-80531
    E-Mail:  isabella.koelz@uni-wuerzburg.de  

    Forschungsinteressen: Körpergeschichte, digitalisierte Alltage, Gender, Fashion-Studies, Design, Kulturgeschichte der Moderne

    Weitere Informationen zur Person:
    Geboren 1987 in Ludwigsburg. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart sowie der Empirischen Kulturwissenschaft und Ethnologie in Tübingen (B.A. 2015, M.A. 2017). Während des Studiums Tutorin und studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft bei Thomas Thiemeyer und Monique Scheer. War seit 2011 als museumspädagogische Mitarbeiterin für die staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg tätig und wirkte an der Konzeption und Realisierung unterschiedlicher Ausstellungen (zuletzt für das HfG Archiv Ulm) mit. Seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie/Volkskunde in Würzburg. 

    Promotionsprojekt:

    „(Welt-)gestalten lernen. Eine ethnografische Annäherung an Wissenspraktiken in der Hochschulausbildung von Designer*innen.

    In einer weiten Definition beschreibt Designen ein bewusstes und intuitives Bemühen, eine sinnvolle Ordnung herzustellen und betont Gestalten damit als soziokulturelles Kernphänomen, über das Menschen ihre und die Lebenswelten anderer herstellen. Damit rücken politische, wirtschaftliche, technologische, kulturelle, moralische und soziale Funktionszusammenhänge von Design in den Blickpunkt. Dies eröffnet Fragen nach Design im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Ordnungen, Macht- und Herrschaftsverhältnissen sowie den Institutionen und Akteur*innen, die als Expert*innen für Design gelten.

    Ausgehend von einem weiten Designbegriff, geht es bei Design um mehr als um Form und Ästhetik: zentral ist die Gestaltung von Lebenswelten. Woher aber glauben Gestalter*innen zu wissen, wie Menschen leben wollen? Wie stellen sie sich die Welt vor, für die sie gestalten? Wie verstehen sie Zusammenleben, Mensch-Umwelt-Beziehungen und Kultur(en)? Wie also lernen angehende Designer*innen nicht nur Objekte sowie Anwendungen zu gestalten, sondern damit, die Welt in der wir leben?

    Um nachzuvollziehen, wie Soziales, Gesellschaftliches und Kulturelles von Gestalter*innen in der Phase des Werdens von (analogen und digitalen) Produkten imaginiert, erzählt, vermittelt, umgesetzt und ausgehandelt wird, soll in diesem Promotionsprojekt der Prozess des Gestalten(lernens) in der Hochschulausbildung ethnografiert werden. Das Feld Gestaltungshochschule wird hierbei als ‚epistemische Gemeinschaft‘ (Cirado & Estalella 2018) verstanden. Innerhalb dieser Gemeinschaft produzieren unterschiedliche Akteur*innen und Aktanten gemeinsam Wissen. Das Promotionsprojekt konzipiert die ethnografische Forschung in diesem Feld daher als kollaborativ: Die Akteur*innen des Feldes werden als ‚epistemische Partner*innen‘ (Cirado & Estalella 2018) verstanden und das Feld Hochschule als Ort epistemischer Zusammenarbeit und experimenteller Interventionen gefasst. Die Ethnografie erfolgt damit durch unterschiedliche Formen der epistemischen Zusammenarbeit im Feld und der daraus entstehenden Wissensproduktion. Ziel des Projekts ist es aufzuzeigen, wie die Welt in die Gestaltung(sausbildung) kommt und die Gestaltung Welt wird. Zentral stehen die diversen Akteur*innen und Aktanten der Design-Hochschulausbildung und deren Wissenspraktiken des Designer*innen-Werdens.

    Estalella, Adolfo, and Tomás Sánchez Criado, eds. Experimental collaborations: Ethnography through fieldwork devices. Vol. 34. Berghahn Books, 2018.

     

    Publikationen